Warum ist mein Arbeitsspeicher langsamer als erwartet?

Aufgrund von Unregelmäßigkeiten in der Berichtssoftware sowie System- und Konfigurationseinschränkungen arbeitet der neue Arbeitsspeicher möglicherweise nicht mit voller Geschwindigkeit oder meldet eine scheinbar geringere Leistung als erwartet. Es gibt mehrere Gründe für diese Probleme, von denen einige einfach Missverständnisse in der Funktionsweise von DRAM sind. Andere können durch Änderungen an der Konfiguration überwunden oder ausgeglichen werden.

Ein Speicherdiagnosetool zeigt den Speicher nur halb so schnell an wie er sein sollte

Moderne DRAM-Module unterstützen Übertragungen mit doppelter Datenrate (DDR), was bedeutet, dass sie zwar mit einer bestimmten Taktfrequenz arbeiten, aber Daten sowohl während des Anstiegs als auch des Abfalls eines CPU-Taktzyklus übertragen, was eine Verdoppelung der Datenübertragungen ermöglicht, die ihre native Geschwindigkeit oder Frequenz nahelegen würde. Bestimmte Diagnose- oder Systeminformationssoftware bringt dies nicht klar zum Ausdruck, sondern spiegelt nur die Frequenz der Module in Megahertz (MHz) wider, was den Eindruck erweckt, dass Ihre Bauteile nur mit der Hälfte ihrer möglichen Geschwindigkeit arbeiten. So unterstützt beispielsweise der DDR3-1600 aufgrund seiner Funktionsweise als DDR-Speicher 1.600 Megatransfers pro Sekunde (MT/s), läuft aber nur mit 800 MHz.

Unser oben gezeigtes M.O.D.-Hilfsprogramm (DDR3-Version,DDR4-Version) drückt Geschwindigkeiten in MHz und MT-Werten aus, wenn das Modul diese Daten meldet.

Der Speicher arbeitet nicht mit voller Geschwindigkeit

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor in diesen Berichten stammt von der CPU und dem Motherboard Ihres Systems. Eine dieser Komponenten (typischerweise die CPU bei Mainstream-Hardware) verfügt über einen Speichercontroller, der nur eine bestimmte maximale Speicherfrequenz unterstützt und somit die Leistung des Moduls beeinträchtigen kann. Um zu überprüfen, was Ihre übrige Hardware in Bezug auf DRAM-Geschwindigkeiten nativ unterstützt, lesen Sie sowohl die CPU- als auch die Motherboard-Spezifikationen.

Dieser Faktor kann durch die Unterschiede bei der MHz/MT-Meldung erschwerend hinzukommen. Ein DDR3-1600-Modul in einer Umgebung, die seine Leistung auf eine DDR3-1333-Geschwindigkeit einschränkt, kann bei der Diagnose unter diesen Bedingungen 667 MHz melden.

Vorteile von Dual-, Tri- und Multi Channel-Speicher

Die Mehrkanalunterstützung durch das Motherboard Ihres Systems führt zu einer zusätzlichen Leistung, die über die individuellen Bauteilfunktionen des installierten Arbeitsspeichers hinausgeht. Eine Dual Channel-Konfiguration mit zwei identischen DDR3-1600-Bauteilen verdoppelt effektiv ihre Bandbreite, was zu einer Leistung von annähernd 3200 MT/s führt. Auf dieser Ebene sind praktische Vorteile jedoch nicht immer leicht zu erkennen, und in einigen Fällen kann die einfache Erhöhung des Gesamtspeichers (z. B. das Hinzufügen eines einzelnen 8 GB-Teils neben einem bereits installierten 2 GB-Modul) der größte Vorteil sein, den Sie von einem bestimmten Upgrade erhalten werden. Wir bieten unsere Teile in garantiert passenden Kits an, um die Vorteile dieser Funktion in Systemen, die sie unterstützen, voll auszuschöpfen.

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