Die richtigen Computereinstellungen für Gaming

Sie möchten Ihren PC gaming tauglich machen,  wissen jedoch nicht, welches das ideale Gaming-PC-Setup für Ihre Lieblingsspiele ist? Unser Leitfaden versorgt Sie mit den aktuellsten Spezifikationen für Gaming-PC-Setups.

Ein Leitfaden zur Bereitstellung der besten Spezifikationen für einen guten Gaming-PC

Welche die richtigen Spezifikationen für Ihren Gaming-Computer sind, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Budget, Ihren bevorzugten Spielen, Ihren Spieleinstellungen (regulär oder maximal) sowie von der gewünschten Ästhetik ab.

Alle Gaming-PC-Komponenten, die Sie auswählen, müssen miteinander arbeiten, um ein reibungsloses und optisch ansprechendes Spielerlebnis zu gewährleisten. Durch den Einsatz miteinander kompatibler Komponenten können Sie Stottern und Verzögerungen vermeiden und gleichzeitig Ihren Kühlvorgang optimieren.

Behalten Sie bei der Auswahl der Komponenten Ihr Gesamtbudget im Blick. Nutzen Sie das Ihnen zur Verfügung stehende Budget, um mit kompatiblen Komponenten einen guten Gaming-PC einzurichten, der für ein optimales Spielerlebnis sorgt. Sie können Ihr Geld nicht für eine einzelne Hardware-Komponente in höchster Qualität ausgeben, wenn Sie anschließend bei den anderen Komponenten sparen müssen. Die Komponenten von geringerer Qualität werden die Leistung Ihres Computers beeinträchtigen.

Wenn Sie Spiele mit 4K-Auflösung spielen wollen, sollten Sie immer die höchsten vorgeschlagenen Spezifikationen wählen, sofern nichts anderes angegeben wird.

CPU/Prozessor

Für die meisten Spiele ist eine Multi-Thread-Arbeitslast erforderlich, d. h. ein Prozessor mit mehreren Kernen. Keine Sorge, Sie brauchen lediglich vier Kerne. Wenn Sie ein schmales Budget haben und Sie Ihre Spiele nicht mit Maximaleinstellungen spielen, sind zwei Kerne ausreichend.

Für HD benötigen Sie einen Prozessor mit einer Leistung von mindestens 2,5 GHz. Moderne Prozessoren werden als i7 oder i5 klassifiziert; i7 ist die leistungsstärkere Klasse.

Wenn Sie versuchen möchten, Ihren Prozessor zu übertakten, sollten Sie daran denken, dass dies nicht bloß den Stromverbrauch erhöht, sondern auch die Kerntemperatur Ihres PCs. Behalten Sie dies im Hinterkopf, wenn Sie ein Netzteil und zusätzliche Kühlsysteme auswählen. Bevor Sie eines dieser Schritte ausführen, sollten Sie jedoch zuerst sicherstellen, dass die CPU, die Sie besitzen oder erwerben möchten, ein Übertakten unterstützt. Alle Prozessoren müssen mit einem Motherboard verbunden werden, welches ein Übertakten unterstützt.

Wenn Sie nicht auf Übertakten zurückgreifen möchten, sollten die integrierten Kühler des Prozessors ausreichend sein. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihren Computer kühl halten.

Computer processor (CPU)

Motherboard

Die Steckplatztypen müssen zwischen dem Motherboard und der CPU kompatibel sein. Für RAM müssen die Art, Geschwindigkeit, Kapazität, Größe und Anzahl der RAM-Steckplätze mit dem Motherboard und dem PC-Gehäuse, das Sie verwenden wollen, kompatibel sein. Achten Sie darauf, wie viele Erweiterungssteckplätze und USB‑Anschlüsse es gibt, und ob diese Ihre Anforderungen erfüllen. Fast alle Motherboards haben einen LAN‑Anschluss. Wenn Sie jedoch eine Wireless-Verbindung benötigen, brauchen Sie einen Anschluss für den Wireless-Adapter; lediglich bei einigen High-End-Motherboards ist dieser Anschluss bereits integriert.

Wenn Sie über die Verwendung einer Dual-Grafikkarte nachdenken, sollten Sie einige spezielle Punkte beachten. Erstens: Ihr Motherboard muss über den richtigen SLI™- (für NVIDIA®-Karten) oder CrossFire-Support (für AMD CrossFire™-Karten) verfügen, um beide Grafikkarten ausführen zu können. Es ist keine einfache Aufgabe, zwei Grafikkarten so einzurichten, dass sie vom selben Rechner ausgeführt werden. Ohne die richtigen Treiber und angemessenen Software-Support ist dies sogar nahezu unmöglich. Zwei Grafikkarten verbrauchen erheblich mehr Strom und erzeugen mehr Hitze und Lärm. Deshalb müssen Sie darüber nachdenken, wie sich dies auf die Kühlung Ihres PCs und die generelle Ästhetik auswirkt.

In den meisten Fällen ist die im Motherboard integrierte Soundkarte völlig ausreichend; Sie brauchen für Gaming nur selten eine zusätzliche Soundkarte.

Computer motherboard.

RAM

RAM kann von unterschiedlicher Art sein und muss die Anforderungen des Motherboards erfüllen. Die meisten Motherboards nutzen RAM des Typs DDR3 oder DDR4. Die Beschaffenheit der verschiedenen Typen ist so unterschiedlich, dass nicht aus Versehen der falsche RAM in ein Motherboard installiert werden kann. Die beiden Arten von Arbeitsspeicher sind physisch unterschiedlich.

Je nach Anzahl der Arbeitsspeichersteckplätze im Motherboard ist es möglich, dass Ihnen beim Hinzufügen von Arbeitsspeicher Beschränkungen auferlegt sind. Für Gaming sind 16GB in der Regel ausreichend. Wenn Sie planen, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen (Multitasking), weitere virtuelle Computer (VMs) auszuführen oder andere intensive Aufgaben durchzuführen, ist es empfehlenswert, auf 32GB aufzurüsten.

Crucial memory

Speicherlaufwerk (HDD/SSD)

Sie können zum Speichern Ihrer Daten entweder eine herkömmliche Festplatte oder eine Solid-State-Drive verwenden. Wenn Sie sich für eine HDD entscheiden, benötigten Sie für Gaming 7200 RPM und einen Cache-Speicher mit 8MB oder 16MB. Die Schnittstelle, ATA, PATA oder SATA, muss mit dem auf dem Motherboard installierten Anschluss kompatibel sein. In der Regel ist ein Speicher mit einer Größe von 250GB bis 500GB ausreichend für Gaming. Verlassen Sie sich dabei auf bekannte Marken. Sie bekommen das, wofür Sie bezahlen. Wenn Sie also eine äußerst preiswerte HDD erwerben, könnten später dadurch Probleme auftreten.

Wenn Sie eine schnellere Latenz für Lese- und Schreibvorgänge wünschen und Ihre Spiele schneller laden sollen, sollten Sie eine SSD in Erwägung ziehen. Die Schnittstelle umfasst die gängigsten Anschlüsse ATA, PATA und SATA und muss mit dem Anschluss kompatibel sein, der bereits in das Motherboard integriert ist. SSDs sind teurer als HDDs, daher sollten Sie unbedingt Ihr Budget im Blick behalten.

Crucial solid state drive

Video-/Grafikkarte

Die Videokarte unterstützt die im Spiel enthaltenen Grafiken. Deshalb benötigen Sie eine Karte, die die Grafiken mit den von Ihnen ausgewählten Display-Einstellungen angemessen wiedergibt. Ihre Videokarte sollte über einen dedizierten Arbeitsspeicher von 2GB bis 4GB verfügen und eine kontinuierliche Bildfrequenz von mindestens 30 bis 60 fps problemlos wiedergeben, um Zeitverzögerungen bei der Bildwiedergabe zu vermeiden. Für VR-Gaming benötigen Sie eine Videokarte, die eine Bildfrequenz von 90 fps wiedergeben kann, um Stottern bei der Bildwiedergabe und dadurch auch dem Risiko einer Bewegungskrankheit vorzubeugen.

Zwar kann je nach Größe und Wiederholrate Ihres Monitors ein geringerer Speicher ausreichend sein, doch 4GB ist das Minimum für 1080p-Displays.

Außerdem benötigen Sie DirectX-Support, um Ihre Grafikqualität automatisch zu überprüfen und für die Zukunft zu sichern. Stellen Sie sicher, dass die von Ihnen ausgewählte Videokarte über einen DVI-Ausgang verfügt (falls Ihr Monitor auch DVI unterstützt). Dieser gibt Inhalte in höherer Auflösung wieder. Wenn Sie Ihren Computer an den Fernseher anschließen wollen, benötigen Sie außerdem eine HDMI-Verbindung (HDMI 2.0 für 4K). Um den Einsatz von zwei Monitoren zu ermöglichen, benötigen Sie eine Grafikkarte mit mehreren HDMI-, DVI- oder VGA‑Videoanschlüssen. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Netzteil die Karte mit ausreichend Strom versorgen kann. Des Weiteren müssen Sie überprüfen, ob der Formfaktor der Videokarte in das von Ihnen ausgewählte Gehäuse passt.

Um Spiele mit HD-Auflösung auszuführen, benötigen Sie einen Prozessorkern mit 600 Mhz. Bei einer 4K‑Auflösung sollten Sie die Vorzüge einer kombinierten Ausführung zweier Grafikkarten (SLI/CrossFire) in Erwägung ziehen, auch wenn wir uns damit bereits auf fortgeschrittenem Gebiet befinden.

Graphics card

Gehäuse

Das Gehäuse lässt Ihnen in der Gestaltung viel Spielraum, doch zuerst müssen Sie einige praktische Überlegungen vornehmen. Sie müssen eine Gehäusegröße auswählen, die zu Ihren übrigen Komponenten passt und mit diesen kompatibel ist. Ihr PC-Gehäuse sollte ausreichend Raum bieten, damit Ihre Komponenten, die zudem fast alle über Steckplätze verfügen, hineinpassen und die Luftzufuhr weiterhin gewährleistet ist. Die beiden gängigsten Größen sind das kleinere Mid-Tower-Gehäuse und das größere Full-Tower-Gehäuse. Um Platz zu sparen, können Sie versuchen, Ihre Komponenten in einem Mid-Tower-Gehäuse unterzubringen.

Abgesehen davon, dass alle Komponenten physisch in das Gehäuse passen müssen, muss auch die Kühlung reibungslos funktionieren. Die Beschaffenheit des Gehäuses wirkt sich auch auf die Luftzufuhr aus. Wenn Sie hauptsächlich mit Standardkomponenten arbeiten und kein Übertakten vornehmen möchten, dürften die integrierten Lüfter ausreichend sein. Wenn Sie jedoch Komponenten ausgewählt haben, die zusätzlich Hitze erzeugen, sollten Sie zusätzliche Lüfter oder sogar ein Flüssigkühlsystem in Erwägung ziehen.

Anschließend können Sie über Elemente wie LED-Beleuchtung, Fenster, besondere Formfaktoren und einzigartige Farben nachdenken. An dieser Stelle können Sie Ihr System ganz individuell gestalten und genau den Look kreieren, den Sie sich wünschen. Das Kabelmanagement ist sowohl ein Element des Looks als auch der Kühlung Ihres Computers. Kabel können die Luftzufuhr des Computers einschränken oder abändern und zudem den Look des Systems beeinflussen.

Computer case with the side removed.

Netzteil (PSU)

Übersehen Sie nicht Ihr Netzteil. Ein gutes Netzteil versorgt Sie mit mindestens drei verschiedenen Gleichspannungstypen für die verschiedenen Komponenten. Für die meisten Gaming-Computer benötigen Sie mindestens 500W, um das komplette System zu versorgen. Beachten Sie jedoch die Spezifikationen der einzelnen Komponenten. Wenn Sie sich für Komponenten mit einem erhöhten Strombedarf entschieden haben, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Netzteil deren Anforderungen erfüllt.

Monitor

Wenn Sie Ihre Spiele mit 4K-Auflösung ausführen möchten, müssten Sie ein besonderes Augenmerk auf den Monitor legen. Setzen Sie auf die höchste Wiederholrate, die es innerhalb Ihrer Preisklasse gibt (mindestens 75Hz), denn diese Rate bestimmt, wie viele Bilder pro Sekunde angezeigt werden (75Hz bedeutet ein Maximum von 75fps, 120Hz ein Maximum von 120fps etc.). Es macht wenig Sinn, einen teuren Computer zu erwerben, der 1080p bei einer Frequenz von 120fps ausführen kann, wenn Ihr Monitor als einschränkender Faktor fungiert und lediglich eine Wiederholrate von bis zu 60Hz zulässt.

Beim Kauf eines größeren Monitors sollten Sie auf die Bildpunktdichte achten. Eine zu hohe Bildpunktdichte kann zu Problemen bei der Skalierung für Ihr Betriebssystem führen. Beispielsweise funktioniert die Skalierung bei Microsoft® Windows® nur bei einer Bildpunktdichte von bis zu etwa 200ppi ohne Probleme.

Die richtigen Gaming-PC-Komponenten für einen guten Gaming-PC zu finden ist Teil des Vergnügens!

Computer monitor.

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